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Webguide Patienteninformation

Pressekonferenz: Horror auf Station – nicht nur zu Halloween!

Wann 26.10.2017
von 14:00 bis 17:00
Wo „Aquarium“, Skalitzer Str. 6, Berlin
Name Matthias Vernaldi
Termin übernehmen vCal
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Ohne persönliche Assistenz ist ein Krankenhausaufenthalt für Menschen mit einem hohen Unterstützungsbedarf der reinste Horror: Angesichts der Personalsituation und fehlender Zeit ist die Gefahr groß, dass sie sich wundliegen, weil sie nicht angemessen gelagert werden, dass sie nichts zu essen bekommen, weil sie nicht allein essen können und Hilfe beim Essen zu lange dauert oder dass sie anderweitig nicht adäquat behandelt werden. Im schlimmsten Fall ersticken sie an ihrem Sekret oder ihrem Erbrochenen, weil niemand da ist, der schnell eingreifen kann. 

Hintergrund: Der Personalschlüssel im Krankenhaus ist so ausgelegt, dass Patient*innen versorgt werden können, die aufgrund ihrer akuten Erkrankung einen Pflegebedarf haben. Der Personalbestand reicht nicht zur Versorgung von Menschen mit schwerer Behinderung, die auch im Alltag Hilfe benötigen. Viele Menschen mit einer schweren Behinderung können nicht einmal selbst klingeln, um Hilfe zu holen. Wenn sie eine sprachliche Beeinträchtigung haben, können sie ihre Bedürfnisse nicht kundtun. Dieses Problem wurde bereits mehrfach auf politischer Ebene bekannt gemacht, aber bisher nur für behinderte Menschen geregelt, die ihre Assistent*innen selbst bei sich angestellt haben (sog. Arbeitgebermodell). Nur sie haben einen gesetzlich geregelten Anspruch auf Assistenz im Krankenhaus. Für alle anderen ist die Finanzierung nicht gesichert – unabhängig von der Schwere ihrer Behinderung.

Pressemappe

 

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